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Strafgesetzbuch · Besonderer Teil

§ 306c Brandstiftung mit Todesfolge

Stand: 17.07.2026 Quelle: gesetze-im-internet.de (amtlich) Täglich auf Änderungen geprüft

Verursacht der Täter durch eine Brandstiftung nach den §§ 306 bis 306b wenigstens leichtfertig den Tod eines anderen Menschen, so ist die Strafe lebenslange Freiheitsstrafe oder Freiheitsstrafe nicht unter zehn Jahren.

Hinweis: Diese Seite wird täglich automatisch aus der amtlichen XML-Publikation des Bundesamts für Justiz aktualisiert. Keine Rechtsberatung.

Verständlich erklärt

§ 306c StGB einfach erklärt

Kurz erklärt: Die Brandstiftung mit Todesfolge ist die schwerste Form der Brandstiftungsdelikte. Sie greift, wenn eine Brandstiftung nach den §§ 306 bis 306b wenigstens leichtfertig zum Tod eines Menschen führt.

Voraussetzungen

  • Grunddelikt: Es liegt eine Brandstiftung nach § 306 StGB, § 306a StGB oder § 306b StGB vor.
  • Todesfolge: Ein anderer Mensch stirbt durch die Tat.
  • Leichtfertigkeit: Der Täter verursacht den Tod wenigstens leichtfertig, also durch grobe Fahrlässigkeit.

Strafmaß

Die Strafe ist lebenslange Freiheitsstrafe oder Freiheitsstrafe nicht unter zehn Jahren. Der Todeserfolg muss auf der besonderen Gefahr des Brandes beruhen. Für die Grunddelikte gelten § 306 StGB, § 306a StGB und § 306b StGB.

Praxis

Erfasst werden auch Todesfälle von Rettungskräften oder Feuerwehrleuten, wenn der Tod sich als Verwirklichung der spezifischen Brandgefahr darstellt. Leichtfertigkeit bedeutet, dass sich dem Täter die tödliche Gefahr geradezu aufdrängen musste.

Häufige Fragen zu § 306c StGB

Muss der Täter den Tod gewollt haben?
Nein. Es genügt, dass er den Tod wenigstens leichtfertig verursacht. Wollte er den Tod, kommen zusätzlich Tötungsdelikte in Betracht.
Gilt das auch, wenn ein Feuerwehrmann stirbt?
Ja, wenn sich in dem Tod die typische Gefahr des Brandes verwirklicht. Der Rettungseinsatz ist eine typische Folge der Brandlegung.
Was bedeutet leichtfertig?
Leichtfertig handelt, wer die im Verkehr erforderliche Sorgfalt in besonders grobem Maße außer Acht lässt. Es ist eine gesteigerte Form der Fahrlässigkeit.

Änderungsprotokoll zu § 306c StGB

Seit Beginn unserer täglichen Überwachung wurde diese Vorschrift nicht geändert. Änderungen werden hier dauerhaft dokumentiert — auf Wunsch auch per E-Mail.