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Strafgesetzbuch · Allgemeiner Teil

§ 25 Täterschaft

Stand: 17.07.2026 Quelle: gesetze-im-internet.de (amtlich) Täglich auf Änderungen geprüft

(1) Als Täter wird bestraft, wer die Straftat selbst oder durch einen anderen begeht.

(2) Begehen mehrere die Straftat gemeinschaftlich, so wird jeder als Täter bestraft (Mittäter).

Hinweis: Diese Seite wird täglich automatisch aus der amtlichen XML-Publikation des Bundesamts für Justiz aktualisiert. Keine Rechtsberatung.

Verständlich erklärt

§ 25 StGB einfach erklärt

Kurz erklärt: Die Vorschrift bestimmt, wer als Täter einer Straftat gilt: wer sie selbst begeht, wer sie durch einen anderen begehen lässt (mittelbare Täterschaft) und wer sie gemeinschaftlich mit anderen ausführt (Mittäterschaft).

Voraussetzungen

  • Alleintäter: Wer die Tat eigenhändig und selbst verwirklicht.
  • Mittelbarer Täter: Wer die Tat durch einen anderen begeht, etwa indem er einen ahnungslosen oder unterlegenen Menschen als Werkzeug benutzt.
  • Mittäter: Wer die Tat gemeinschaftlich mit anderen aufgrund eines gemeinsamen Tatplans und arbeitsteilig ausführt; jeder wird als Täter bestraft.

Bedeutung

Die Vorschrift unterscheidet die Täterschaft von der bloßen Teilnahme (Anstiftung nach § 26 StGB oder Beihilfe nach § 27 StGB). Bei der Mittäterschaft wird jedem Beteiligten der Tatbeitrag der anderen zugerechnet, sodass jeder für das gesamte Geschehen einsteht, auch wenn er nur einen Teil selbst ausgeführt hat.

Praxis

Die Abgrenzung zwischen Täterschaft und Teilnahme entscheidet oft über das Strafmaß und ist in Ermittlungsverfahren regelmäßig umstritten. Wesentliches Kriterium ist, ob jemand die Tat als eigene wollte und maßgeblichen Einfluss auf das Geschehen hatte (Tatherrschaft).

Häufige Fragen zu § 25 StGB

Was ist der Unterschied zwischen Täter und Gehilfe?
Der Täter beherrscht das Geschehen und will die Tat als eigene, der Gehilfe unterstützt nur eine fremde Tat. Der Täter wird nach dem vollen Strafrahmen bestraft, dem Gehilfen wird die Strafe nach § 27 StGB gemildert.
Werde ich auch bestraft, wenn ich nur einen Teil der Tat ausgeführt habe?
Ja. Bei Mittäterschaft wird jedem Beteiligten der gesamte Tatbeitrag zugerechnet, wenn ein gemeinsamer Tatplan besteht. Jeder wird dann als Täter des ganzen Geschehens bestraft.
Was bedeutet mittelbare Täterschaft?
Mittelbare Täterschaft liegt vor, wenn jemand die Tat nicht selbst ausführt, sondern einen anderen Menschen als Werkzeug einsetzt, etwa eine getäuschte oder schuldunfähige Person.

Änderungsprotokoll zu § 25 StGB

Seit Beginn unserer täglichen Überwachung wurde diese Vorschrift nicht geändert. Änderungen werden hier dauerhaft dokumentiert — auf Wunsch auch per E-Mail.