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Rechner

Tagessatz-Rechner: Geldstrafe berechnen

Geldstrafen werden in Tagessätzen verhängt (§ 40 StGB): Die Anzahl (5 bis 360) spiegelt die Schwere der Tat, die Höhe eines Tagessatzes Ihr Nettoeinkommen — ein Dreißigstel des monatlichen Nettos. Berechnen Sie hier Gesamtbetrag, Führungszeugnis-Folge und mögliche Ersatzfreiheitsstrafe.

Nach Abzug von Steuern und Sozialabgaben; Unterhaltspflichten mindern den Wert.

Steht im Urteil oder Strafbefehl (5 bis 360 Tagessätze).

Gerichte ziehen üblicherweise pauschale Abschläge ab (hier: 15 % je Person, vereinfacht).

Ergebnis

Höhe eines Tagessatzes
80 €
Geldstrafe gesamt
2.400 €
Führungszeugnis
Kein Eintrag (unter 90 Tagessätzen)
Ersatzfreiheitsstrafe bei Nichtzahlung
15 Tage

Unverbindliche Orientierung — maßgeblich ist die gerichtliche Festsetzung im Einzelfall. Ratenzahlung kann bei der Staatsanwaltschaft beantragt werden; gemeinnützige Arbeit wendet die Ersatzfreiheitsstrafe ab.

So rechnet das Gericht

Die Tagessatzhöhe beträgt ein Dreißigstel des monatlichen Nettoeinkommens (§ 40 Abs. 2 StGB), mindestens 1 Euro, höchstens 30.000 Euro. Unterhaltspflichten, Schulden und besondere Belastungen mindern das anzusetzende Einkommen; bei Selbstständigen und unklaren Verhältnissen darf das Gericht schätzen. Die Anzahl der Tagessätze bemisst sich allein nach der Schuld — deshalb trifft dieselbe Tat Gering- und Vielverdiener relativ gleich schwer.

Zwei Grenzen sind praktisch entscheidend: Ab 90 Tagessätzen erscheint eine erste Verurteilung im Führungszeugnis — knapp darunter liegende Strafbefehle sind deshalb häufig; ein Einspruch kann sich lohnen, wie unser Ratgeber zum Strafbefehl zeigt. Und wer nicht zahlt, verbüßt Ersatzfreiheitsstrafe: Seit 2023 entspricht ein Hafttag zwei Tagessätzen (§ 43 StGB). Welche Strafrahmen für welche Delikte gelten, zeigt die große Strafen-Übersicht.

Häufige Fragen

Wie wird die Höhe eines Tagessatzes berechnet?
Ein Tagessatz entspricht einem Dreißigstel des monatlichen Nettoeinkommens (§ 40 Abs. 2 StGB) – mindestens 1 Euro, höchstens 30.000 Euro. Unterhaltspflichten und besondere Belastungen mindern das anzusetzende Einkommen; bei unklaren Verhältnissen darf das Gericht schätzen.
Ab wie vielen Tagessätzen gilt man als vorbestraft?
Ins Führungszeugnis kommt eine erste Verurteilung ab 90 Tagessätzen oder mehr als drei Monaten Freiheitsstrafe. Im Bundeszentralregister wird dagegen jede Verurteilung eingetragen – „nicht vorbestraft" im umgangssprachlichen Sinn bleibt, wer unter der 90er-Grenze liegt.
Was passiert, wenn ich die Geldstrafe nicht zahlen kann?
Zunächst können Ratenzahlung oder Stundung bei der Staatsanwaltschaft beantragt werden. Wird nicht gezahlt, droht Ersatzfreiheitsstrafe: Seit 2023 entspricht ein Hafttag zwei Tagessätzen. Gemeinnützige Arbeit („Schwitzen statt Sitzen") kann die Haft abwenden – die Regelungen dazu treffen die Bundesländer.
Zählt das Einkommen des Ehepartners mit?
Nein, maßgeblich ist das eigene Nettoeinkommen des Verurteilten. Bei Personen ohne eigenes Einkommen setzen Gerichte aber ein fiktives Einkommen an – etwa nach Taschengeld- und Unterhaltsansprüchen oder der Haushaltsführung; üblich sind dann niedrige Tagessätze von 10 bis 30 Euro.
Kann sich die Tagessatzhöhe nachträglich ändern?
Gegen die Tagessatzhöhe in einem Strafbefehl kann der Einspruch auf die Höhe beschränkt werden (§ 410 Abs. 2 StPO) – dann wird nur über das Einkommen entschieden, ohne Verhandlung über die Schuldfrage. Nach Rechtskraft hilft bei Verschlechterung der Verhältnisse der Antrag auf Zahlungserleichterung.