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Was ist das StGB? Das Strafgesetzbuch einfach erklärt

Von der Redaktion stgb.de Veröffentlicht am 20.07.2026 5 Min. Lesezeit

Was ist das StGB? Das Strafgesetzbuch einfach erklärt

StGB steht für Strafgesetzbuch. Was das Gesetz regelt, seit wann es gilt und wie es sich von StPO und Bußgeldrecht abgrenzt – kompakt erklärt.

StGB ist die Abkürzung für Strafgesetzbuch. Es ist das wichtigste Gesetz des deutschen Strafrechts und beantwortet zwei Fragen: Welches Verhalten ist eine Straftat – und welche Strafe droht dafür? Dieser Beitrag erklärt in einfachen Worten, was hinter dem StGB steckt.

Was regelt das Strafgesetzbuch?

Das StGB definiert die Straftaten und ordnet ihnen einen Strafrahmen zu. Es reicht von alltäglichen Delikten wie Diebstahl (§ 242 StGB), Betrug (§ 263 StGB) oder Beleidigung (§ 185 StGB) bis zu schwersten Verbrechen wie Totschlag (§ 212 StGB) und Mord (§ 211 StGB). Für jede dieser Taten legt das Gesetz fest, unter welchen Voraussetzungen sie strafbar ist und welche Strafe – Geldstrafe oder Freiheitsstrafe – in Betracht kommt.

Seit wann gilt das StGB?

Die Wurzeln reichen bis ins Reichsstrafgesetzbuch von 1871 zurück. Seither wurde das Gesetz vielfach reformiert; die heute gültige Fassung geht auf die Neubekanntmachung von 1998 zurück und wird laufend an neue Entwicklungen angepasst – etwa bei Cyberkriminalität oder im Sexualstrafrecht. Deshalb ist es wichtig, immer eine aktuelle Fassung zu lesen.

Straftat oder Ordnungswidrigkeit?

Nicht jeder Regelverstoß ist eine Straftat. Leichtere Verstöße – etwa Falschparken oder viele Geschwindigkeitsüberschreitungen – sind Ordnungswidrigkeiten und werden nach dem Ordnungswidrigkeitengesetz (OWiG) mit einem Bußgeld geahndet. Erst wenn das StGB (oder ein anderes Strafgesetz) eine Handlung ausdrücklich unter Strafe stellt, spricht man von einer Straftat mit möglichem Eintrag ins Führungszeugnis.

StGB und StPO – was ist der Unterschied?

Häufig verwechselt: Das StGB sagt, was strafbar ist. Die Strafprozessordnung (StPO) regelt dagegen, wie ein Strafverfahren abläuft – von der Vorladung über die Durchsuchung bis zur Hauptverhandlung. Beide greifen im Ernstfall ineinander.

Verbrechen oder Vergehen?

Das StGB unterscheidet außerdem zwischen Verbrechen und Vergehen (§ 12 StGB). Verbrechen sind Taten, die im Mindestmaß mit einer Freiheitsstrafe von einem Jahr oder mehr bedroht sind (z. B. Raub). Alle übrigen Taten sind Vergehen. Die Einordnung hat praktische Folgen – etwa dafür, ob schon der Versuch strafbar ist.

Wo kann ich das StGB lesen?

Sie müssen kein Jurist sein, um das Gesetz nachzuschlagen. Das komplette Strafgesetzbuch steht online im amtlichen Wortlaut bereit – zu vielen Paragraphen zusätzlich mit einer verständlichen Erklärung und FAQ, damit klar wird, was die Vorschrift konkret bedeutet.

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Rechtsberatung. Bei einem konkreten Tatvorwurf sollten Sie sich an eine Strafverteidigerin oder einen Strafverteidiger wenden.

Häufige Fragen

Wofür steht die Abkürzung StGB?
StGB steht für Strafgesetzbuch – das zentrale Gesetz des deutschen Strafrechts, das festlegt, welche Handlungen strafbar sind und welche Strafe dafür droht.
Was ist der Unterschied zwischen StGB und StPO?
Das StGB bestimmt, was strafbar ist (die Straftatbestände). Die Strafprozessordnung (StPO) regelt den Ablauf des Strafverfahrens – etwa Ermittlungen, Durchsuchung, Anklage und Hauptverhandlung.
Ist jede Ordnungswidrigkeit eine Straftat nach dem StGB?
Nein. Ordnungswidrigkeiten wie Falschparken werden nach dem OWiG mit einem Bußgeld geahndet. Eine Straftat liegt erst vor, wenn das StGB oder ein anderes Strafgesetz die Handlung ausdrücklich unter Strafe stellt.

Hinweis: Dieser Beitrag ersetzt keine Rechtsberatung im Einzelfall.

Redaktion stgb.de Zuletzt aktualisiert am 27.07.2026