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Strafgesetzbuch · Besonderer Teil

§ 252 Räuberischer Diebstahl

Stand: 17.07.2026 Quelle: gesetze-im-internet.de (amtlich) Täglich auf Änderungen geprüft

Wer, bei einem Diebstahl auf frischer Tat betroffen, gegen eine Person Gewalt verübt oder Drohungen mit gegenwärtiger Gefahr für Leib oder Leben anwendet, um sich im Besitz des gestohlenen Gutes zu erhalten, ist gleich einem Räuber zu bestrafen.

Hinweis: Diese Seite wird täglich automatisch aus der amtlichen XML-Publikation des Bundesamts für Justiz aktualisiert. Keine Rechtsberatung.

Verständlich erklärt

§ 252 StGB einfach erklärt

Kurz erklärt: Der räuberische Diebstahl schließt die zeitliche Lücke des Raubs: Wer bei einem Diebstahl auf frischer Tat betroffen wird und Gewalt gegen eine Person verübt oder Drohungen mit gegenwärtiger Gefahr für Leib oder Leben einsetzt, um sich im Besitz der gestohlenen Beute zu erhalten, wird gleich einem Räuber bestraft (§ 252 StGB) – Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr.

Der klassische Fall

Der Ladendieb, der vom Detektiv gestellt wird und sich mit Schlägen losreißt, um mit der Beute zu entkommen. Beim Raub dient die Gewalt der Wegnahme, beim räuberischen Diebstahl der Beutesicherung nach vollendeter Wegnahme – die Straffolgen sind identisch, einschließlich der Qualifikationen der §§ 250, 251 StGB (schwerer Raub, Raub mit Todesfolge).

Voraussetzungen im Detail

„Auf frischer Tat betroffen" verlangt einen engen räumlich-zeitlichen Zusammenhang mit der Wegnahme; wer erst auf der späteren Flucht weit vom Tatort gestellt wird, fällt heraus. Die Gewalt muss mit Beutesicherungsabsicht eingesetzt werden – wer nur die eigene Flucht ohne Beute sichern will (Beute weggeworfen), begeht keinen räuberischen Diebstahl, wohl aber gegebenenfalls Körperverletzung und Nötigung.

Häufige Fragen zu § 252 StGB

Was passiert, wenn ein Ladendieb den Detektiv schlägt?
Aus dem einfachen Ladendiebstahl wird räuberischer Diebstahl (§ 252 StGB): Wer auf frischer Tat betroffen Gewalt einsetzt, um die Beute zu behalten, wird wie ein Räuber bestraft – Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr, ein Verbrechen. Dazu kommt regelmäßig Körperverletzung.
Gilt § 252 StGB auch, wenn der Dieb die Beute wegwirft und nur flieht?
Nein. Die Gewalt muss der Beutesicherung dienen. Wer die Beute preisgibt und sich nur den Fluchtweg freikämpft, begeht keinen räuberischen Diebstahl – strafbar bleiben aber Körperverletzung, Nötigung und der Diebstahl selbst.
Wie lange gilt man als „auf frischer Tat betroffen"?
Nur bei engem räumlich-zeitlichem Zusammenhang zur Wegnahme – typisch: das Stellen im Laden, am Ausgang oder auf dem Parkplatz unmittelbar danach. Wer erst nach längerer Flucht oder Stunden später erkannt und gestellt wird, fällt nicht mehr unter § 252 StGB.

Änderungsprotokoll zu § 252 StGB

Seit Beginn unserer täglichen Überwachung wurde diese Vorschrift nicht geändert. Änderungen werden hier dauerhaft dokumentiert — auf Wunsch auch per E-Mail.